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Hausdurchsuchungen bei Steuersündern
Die erste CD, die in Nordrhein-Westfalen ausgewertet wird, soll angeblich 1.500 Namen enthalten, dabei nicht nur Bürger aus diesem Bundesland, sondern insbesondere auch aus südlichen Bundesländern. Nach Mitteilung der Medien von Mitte März 2010 werden nunmehr bei rund 1.100 Personen Ermittlungsverfahren durchgeführt, in einer Vielzahl von Fällen sollen auch Hausdurchsuchungen erfolgen.
Die in erster Linie betroffene Bank soll die Credit Suisse sein. Dies deckt sich im übrigen auch mit Beratungserfahrungen unserer Kanzlei. Dabei erscheinen Steuerpflichtige gerade in Baden-Württemberg mehr als in anderen Bundesländern betroffen zu sein. In einer Vielzahl von Fällen stellt sich heraus, dass neben der Problematik, dass Erträge in der Schweiz nicht ausreichend versteuert wurden, auch gerade bei Selbstständigen, insbesondere Handwerksbetrieben, es in den 70er und 80er Jahren häufig der Fall war, dass Gelder über die nahe Grenze in die Schweiz verbracht wurden und dort über Jahrzehnte „schlummerten“.
Mittlerweile trifft es nun die Erbengeneration, die nicht nur mit mangelnden angegebenen Beträgen zu kämpfen hat, sondern auch mit Schwarzgeld, mitunter Geldwäsche, insbesondere aber auch dem Problem, ob und inwieweit nach Erbschaften Erbschaftsteuererklärungen korrekt angegeben wurden. Die Versuchung, gerade für Baden-Württemberger, kurzerhand in Konstanz oder Schaffhausen über die Grenze zu fahren und Gelder in die Schweiz zu verbringen, war insbesondere bis Anfang der 90er Jahre sehr groß. Danach hat eine erhöhte Sensibilität im Umgang mit solchen Geldern erkennbar eingesetzt, so dass dann eigentlich das größte Problem für die Betroffenen war, Gelder wieder aus der Schweiz nach Deutschland zurückzubringen.
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